Einschreibung in die Entwurfsklassen des D-ARCH


 

Details Entwurfsprogramm – Herbst Semester 2026

 

 

 

Angaben zur Professur

 

 

Lehrstuhl 

Professur E. Mosayebi

 

 

Typ 

Professur für Architektur und Entwurf

 

 

Standort 

HIL

 

 

Webseite 

www.mosayebi.arch.ethz.ch

 

 

Assistierende 

Paul Eckert, Fabiana Frisullo, Julian Meier, Delphine Schmid, Jaco Trebo

 

 

Kontakt E-Mail 

frisullo@arch.ethz.ch

 

 

 

 

Angaben zur Entwurfsklasse

 

 

Typ 

Entwurf V-IX

 

 

Thema 

Gneis

 

 

Beschreibung
des Entwurfs-programmes 

Gneise und Granite gehören zu den härtesten und dauerhaftesten Natursteinen der Erde. Unter Druck und Hitze entstanden, prägten sie über Jahrhunderte tragende Bauteile wie Fundamente, Mauern, Brücken und Gewölbe. Heute werden sie im Hochbau nur noch selten als massive, tragende oder raumbildende Materialien eingesetzt. Stattdessen erscheinen sie vorwiegend in dünnen Schichten und präzise bearbeiteten Oberflächen. Zu Beginn des Semesters porträtieren die Studierenden Gneis- und Granitbrüche der Schweiz. Wir untersuchen geologische Entstehung, mineralische Zusammensetzung, Abbau und Weiterverarbeitung zu Werksteinen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Druckfestigkeit, Witterungsbeständigkeit, den Oberflächen und den bauphysikalischen Eigenschaften wie der thermischen Trägheit. Als Entwurfsorte wählen wir Arth, Altdorf und Andermatt entlang der Gotthardachse. Die Studierenden entwerfen Wohnhäuser, die Gneis und Granit als statisches, konstruktives und räumliches Prinzip neu interpretieren: vom Steinbruch über Detail, Konstruktion und Tragwerk bis zur Setzung in Siedlung und Landschaft. Dichotome Begriffspaare wie massiv und filigran, rau und glatt, stabil und labil, glänzend und matt, warm und kalt oder schwarz und weiss sind Eigenschaften des Gneis und bilden den konzeptionellen Ausgangspunkt für unsere Entwürfe. Das Semester steht in unserer Reihe zum Bauen mit Naturstein: Nach Kalk und Sandstein widmen wir uns nun Granit und Gneis. In Workshops erstellen wir Muster aus Gneisputz, bauen Konstruktionsmodelle und Raumdetails im Massstab 1:10 und erstellen experimentelle Weissrenderings. Eine Exkursion zu Beginn des Semesters führt von einem Tessiner Steinbruch über Altdorf bis zum Bahnhof Enge aus Maggia-Gneis. Das Semester wird in Kooperation mit Illias Hischier vom Lehrstuhl für Architektur und Gebäudesysteme durchgeführt. --- Gneiss and granite are among the hardest and most durable natural stones on Earth. Formed under pressure and heat, they have for centuries been used in load-bearing structural elements such as foundations, walls, bridges and vaults. Today, they are rarely used in building construction as solid, load-bearing or space-defining materials. Instead, they are predominantly found in thin layers and with precisely finished surfaces. At the start of the semester, students study gneiss and granite quarries in Switzerland. We examine their geological formation, mineral composition, quarrying and further processing into building stone. Particular attention is paid to compressive strength, weather resistance, surface finishes and building physics properties such as thermal inertia. We select Arth, Altdorf and Andermatt along the Gotthard axis as our design locations. The students design residential buildings that reinterpret gneiss and granite as a structural, constructional and spatial principle: from the quarry through to detail, construction and structural framework, right through to their integration into the settlement and landscape. Dichotomous pairs of concepts such as heavy and light, rough and smooth, stable and unstable, glossy and matt, warm and cold, or black and white are characteristics of gneiss and form the conceptual starting point for our designs. This semester forms part of our series on building with natural stone: following on from limestone and sandstone, we are now focusing on granite and gneiss. In workshops, we create samples from gneiss plaster, build structural models and interior details on a scale of 1:10, and produce experimental white renderings. An excursion at the start of the semester takes us from a quarry in Ticino via Altdorf to Enge railway station, which is built from Maggia gneiss. The semester is run in collaboration with Illias Hischier from the Chair of Architecture and Building Systems.

 

 

Thematische und methodische Schwerpunkte 

Entwurf, Konstruktion, Staedtebau, Handwerk, Visualisierungen, Recherche

 

 

Lernziele 

Im kommenden Semester untersuchen wir Gneis und Granit – von ihrem Abbau und ihrer Verarbeitung bis zu ihrem Einsatz als Ausgangsmaterial tragender Bauteile und konstruktiver Systeme. In Arth, Altdorf und Andermatt entwickeln wir Wohnungsgrundrisse entlang der Gotthardachse und erforschen die architektonischen und ästhetischen Potenziale von Materialprozessen und dichotomischen Gegensatzpaaren. --- In the coming semester, we will be examining gneiss and granite – from their quarrying and processing through to their use as raw materials for load-bearing components and structural systems. In Arth, Altdorf and Andermatt, we will be developing residential floor plans along the Gotthard axis and exploring the architectural and aesthetic potential of material processes and dichotomous contrasts.

 

 

LV-Nr. des Entwurfs 

052-1125-26

 

 

Unterrichts-sprache 

Deutsch

 

 

Arbeitsweise 

Nur Gruppenarbeit

 

 

Daten Zwischenkritiken 

13./14.10.26, 17./18.11.26

 

 

Datum Schlusskritik 

15./16.12.26

 

 

Einführungs-veranstaltung 

15.09.26, 10 Uhr, HIL F75

 

 

Zusätzliche Kosten 

CHF 100 (Schätzung, ohne allfällige Kosten für Modellbau und Seminarwoche)

 

 

Verfügbare Plätze 

42

 

 

Plakat des Entwurfs-programmes 

Plakat ansehen (PDF Datei)

 

 

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