Einschreibung in die Entwurfsklassen des D-ARCH
Details Entwurfsprogramm – Frühlings Semester 2026
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Angaben zur Professur |
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Lehrstuhl |
Professur S. Langenberg / Gastdozentur N. Föhn / S. Bischof |
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Typ |
Gastdozentur Entwurf |
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Standort |
HIL |
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Webseite |
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Assistierende |
Matthias Brücke, Elischa Bischof, Sarah Gemoll |
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Kontakt E-Mail |
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Angaben zur Entwurfsklasse |
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Typ |
Entwurf V-IX |
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Thema |
Wertvolle Räume II - Entwerfen am Baudenkmal |
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Beschreibung |
Das Dominikanerinnenkloster Ilanz wurde 1865 gegründet und prägte über Jahrzehnte das religiöse, soziale und wirtschaftliche Leben der Surselva. Bildung, Spitalbetrieb, Landwirtschaft und Fürsorge machten das Kloster zu einem wichtigen Akteur im Tal. Ende der 1960er-Jahre, in einer von Wirtschaftsboom und Fortschrittsgläubigkeit geprägten Zeit, liessen sich die Ilanzer Dominikanerinnen ein neues Mutterhaus bauen. Die optimistische Stimmung der katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil findet in dem Bau seine Entsprechung: 1969/70 entstand am Hang über Ilanz nach Plänen von Walter Moser ein kraftvoll modernistisches Kloster, das von der Einfachheit und Klarheit seines Ausdrucks geprägt ist. Gut fünfzig Jahre später steht das Kloster an einem Wendepunkt. Von den ursprünglich über 200 Nonnen leben heute noch rund 60 im Kloster. Die Schwesternschaft nimmt diese Entwicklung zum Anlass, mit dem geplanten Verkauf des Klosters einen Prozess anzustossen, welcher die Weiternutzung des Baus reflektiert und erfinderisch gestaltet. Der Fortbestand erfordert neue Strategien, Programme und räumliche Interventionen. Die Bausubstanz soll als architektonische und strukturelle Ressource für Projekte verstanden werden, die neue Konzepte des gemeinschaftlichen Wohnens und Arbeitens erforschen und Nutzungen ermöglichen, welche klösterliche Ideale wie Gemeinschaft, Kontemplation, Bildung, Fürsorge und Verantwortung kreativ weiterdenken und weiterentwickeln. Im Zentrum des Semesters steht damit die Frage nach der Zukunft eines vergleichsweise jungen Baudenkmals. Die Konzeption seiner Architektur ist aus der Zeit ihrer Entstehung zu verstehen und muss auf ihre heutige und zukünftige Relevanz geprüft werden. Wie lässt sich mit der Substanz umgehen, ohne ihre architektonische und ideelle Klarheit zu verlieren? Wir betrachten das Kloster Ilanz als räumliches Gefüge im Transformationsprozess. Dabei rücken nicht nur Struktur, Konstruktion, Fügungen und Materialität des Baus in den Blick, sondern auch seine Programmatik, innere Organisation und die Beziehung zur Landschaft. Am Objekt lernen wir, denkmalpflegerische Prinzipien anzuwenden, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Aus diesen Beobachtungen entstehen bauliche Narrative, welche die räumlichen, historischen und gesellschaftlichen Qualitäten des Ortes respektieren. Ziel ist ein architektonischer Entwurf in verschiedenen Massstäben, vom städtebaulichen Zusammenhang bis zum konstruktiven Detail, der in einen Dialog mit dem Bestand tritt und gleichzeitig eigenständige Qualitäten formuliert. Die Entwürfe werden im Verlauf des Semesters anhand von Modellen, Axonometrien und Plänen kontinuierlich weiterbearbeitet und verfeinert. Anfangs Semester verbringen wir gemeinsam zwei Tage im Kloster Ilanz. Während der Seminarwoche findet optional ein Workshop mit dem Filmemacher Adrian Dorschner statt. --- Founded in 1865, the Dominican convent in Ilanz profoundly shaped the religious, social and economic life of the Surselva region for decades. Through education, healthcare, agriculture and welfare, the convent became a central institution in the valley. In the late 1960s, an era defined by economic optimism and belief in progress, the Dominican sisters commissioned a new mother house. Reflecting the renewed spirit of the Catholic Church following the Second Vatican Council, a strikingly modernist monastery was constructed in 1969–70 on the hillside above Ilanz. Designed by Walter Moser, the building is characterized by the clarity and simplicity of its architectural language. More than fifty years later, the convent stands at a decisive moment. From an original community of 200 nuns, approximately 60 remain. In response to this transformation, the sisterhood has initiated a process leading toward the sale of the convent, an opportunity to reflect on the building’s future use and to reimagine it in inventive ways. Ensuring its preservation requires new strategies, programs and spatial interventions. The existing building is perceived as an architectural and structural resource: a foundation for projects that explore new forms of communal living and working, while creatively reinterpreting monastic ideals such as community, contemplation, education, care and responsibility. The semester therefore focuses on the future of a comparatively young architectural monument. The conceptual ideas of the building are examined in their historical context and critically assessed for their relevance today and in the future. A central question is how to work with the existing substance without compromising its architectural and conceptual clarity. Ilanz Monastery is approached as a spatial structure in transformation. The investigation extends beyond construction, structure, joints and materiality to include programmatic organization, internal spatial logic and the building’s relationship to the surrounding landscape. Using the monastery as a case study, students engage with the principles of preservation, applying, questioning and further developing them. These analyses give rise to architectural narratives that respect the site’s spatial, historical and social qualities. The aim is to develop an architectural design across multiple scales, from the urban context to structural details, that engages with the existing building while expressing an own identity. Throughout the semester, projects are continuously refined through models, axonometric drawings and plans. At the beginning of the semester, we will spend two days together at the Monastery of Ilanz. An optional workshop with filmmaker Adrian Dorschner takes place during the seminar week. |
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Thematische und methodische Schwerpunkte |
Entwurf, Konstruktion, Handwerk, Denkmalpflege |
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Lernziele |
Die Bedeutung von Forschung und sorgfältiger Beobachtung für die Bewertung der gebauten Umwelt erkennen. Verborgenes Potenzial und qualitative Merkmale der gebauten Umwelt als Grundlage für verantwortungsvolles Handeln identifizieren. Entwurfskonzepte aus dem Bestand entwickeln, die mit den Grundsätzen des Denkmalschutzes vereinbar sind. |
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LV-Nr. des Entwurfs |
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Unterrichts-sprache |
Deutsch |
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Arbeitsweise |
Nur Gruppenarbeit |
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Daten Zwischenkritiken |
24.03.26, 14.04.26, 28.04.26 |
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Datum Schlusskritik |
27.05.26 |
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Einführungs-veranstaltung |
Start: 17.02.26, 10.00 Uhr, HIL und Exkursion: 24.-25.02.26, Kloster Ilanz |
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Zusätzliche Kosten |
CHF 100 (Schätzung, ohne allfällige Kosten für Modellbau und Seminarwoche) |
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Verfügbare Plätze |
42 |
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Plakat des Entwurfs-programmes |
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