Einschreibung in die Entwurfsklassen des D-ARCH
Details Entwurfsprogramm – Herbst Semester 2024
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Angaben zur Professur |
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Lehrstuhl |
Gastdozentur L. Bollinger |
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Typ |
Gastdozentur Entwurf |
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Standort |
HIL |
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Webseite |
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Assistierende |
Allegra Stucki, Guillaume Guisan |
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Kontakt E-Mail |
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Angaben zur Entwurfsklasse |
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Typ |
Entwurf V-IX |
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Thema |
zum Beispiel Arni |
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Beschreibung |
Wer ist Arni? Arni steht für vieles, Arni ist schön, Arni ist hässlich, in Arni kann man wohnen und alt werden, dort würden manche niemals leben wollen, Arni ist ein typisches Dorf. Das «Dorf» ist Metapher, Symbol, und auch eine städtische Fantasie, eine Absenz der Stadt. Die Krise der ländlichen Gemeinden ist für alle spürbar. Die Sehnsucht nach einem gemeinschaftlichen, naturnahen Leben besteht genauso wie die Angst vor Veränderung. Wie konnte es denn so weit kommen? Das aktuelle Regelwerk für neue Bauvorhaben definiert den ländlichen Raum unzureichend. Das Dorf wird oft nur als Gegensatz zur Stadt wahrgenommen, die ausdrücklich definiert ist. Das Fehlen eines Narrativs für das Dorf der Schweiz unterstützt eine schleichende Verwässerung des dörflichen Lebens und dessen Charakter. Die spezifischen Merkmale des ländlichen Raumes haben es nicht in eine zeitgenössische Lebensweise geschafft. Es liegt an uns, die Qualitäten des dörflichen Lebens architektonisch zu erkennen, zu erhalten oder zu transformieren. Wir möchten Arni im Aargauer Mittelland als typisches Dorf unter sozioökonomischen, ökologischen, kulturellen und architektonischen Aspekten untersuchen und verstehen lernen. Mit offenen Augen wollen wir einen intuitiven und poetischen Zugang finden und durch Projekte in verschiedenen Massstäben nach Lösungen für lebenswerte und zukunftsfähige Dörfer suchen. Uns interessiert ein haushälterischer und ressourcenschonender Umgang mit Boden und Bestand. Wir verorten unsere Projekte in einem grösseren zeitlichen Zusammenhang und legen daher Wert auf präzise, aber minimalinvasive Eingriffe; diejenigen, die unbedingt nötig sind und dem Dorf einen Mehrwert bieten. Wie geht man mit Einfamilienhäusern als legitimer Baubestand um? Welche alternativen Wohn- und Arbeitsformen könnten wir uns im Dorf vorstellen? Wie könnte die Mobilität im ländlichen Raum neu gedacht werden? Welche Narrative wollen wir für Arni und die Schweizer Dörfer weiterspinnen? Methodologie Zwischen Analyse und Projekt wird in unserem Studio nicht unterschieden. Der Prozess der Dokumentation und Erkenntnis ist gleichzeitig ein Produkt des Entwurfs. Durch kritische Auseinandersetzung mit dem Ort, den BewohnerInnen, der Recherche, den Texten und weiteren Dokumenten sollten erste Anhaltspunkte für ein mögliches Projekt früh entdeckt werden. In unserer internen Studioversammlung —angelehnt an die urdemokratische Gemeindeversammlung— wollen wir ein gemeinsames Regelwerk erarbeiten, das uns Raum für neue, andersartige architektonische Interventionen im Dorf bietet. Hier wird argumentiert, gestritten, es werden Kompromisse gefunden, neue Ideen verfechtet und ein Zusammenspiel aller Interventionen und Interessen ausgehandelt. Alle unsere Untersuchungen werden wir handwerklich begleiten. Der Fokus unserer Arbeitsweise liegt dabei weniger auf dem Produkt als auf dem Prozess. Arbeitsdokumente —Zeichnungen, Bilder, Modelle—, als Abbilder des «Bauen im Bestand», werden im Laufe des Semesters ständig transformiert, ergänzt, demontiert, … Manchmal grob, manchmal präzise. Die Schönheit des Direkten, Spontanen soll damit entdeckt und gefördert werden. «Zum Schluss möchte ich die heutige und kommende Generationen aufmuntern, sich wo immer möglich in die Dienste der menschlichen Gesellschaft zu stellen, um anfallende Probleme im Gesamtinteresse lösen zu helfen!» Aus Dorfchronik Arni, 1991, von alt Gemeindeammann Walter Rütimann |
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Thematische und methodische Schwerpunkte |
Entwurf, Konstruktion, Staedtebau, Landschaftsarchitektur, Handwerk, Politik |
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Lernziele |
· Eine persönliche, selbstkritische Haltung entwickeln und vertreten · Aktive Mitwirkung in der Studioversammlung: Ideen und Werte vertreten, Argumente formulieren, verhandeln, Kompromisse eingehen und daraus gemeinsame weiterführende Ziele entwickeln · In die Selbstverantwortung treten, aktiv an der Gestaltung der Umwelt teilnehmen · Fachübergreifender und themenspezifischer Wissenserwerb (Gesellschaftsfragen zur Politik, Geschichte, Soziologie, Nachhaltigkeit, Ökologie, Architektur, Konstruktion, u.a.) · Sorgfältiges Beobachten, sensibles Analysieren, präzises Dokumentieren · Intuitionen folgen, interpretieren und in ein verständliches Entwurf-Narrativ übersetzen · Simultan in mehreren Massstäben denken: Von der territorialen Karte zum konstruktiven Detail, stets mit Neugier und kritischem Blick · Erarbeitung eines dorfräumlich und architektonisch qualitätvollen Entwurfs aus einer eigenständigen Idee mit Bezug zu Arni · Wahl und Ausarbeitung geeigneter Darstellungs- und Kommunikationsmittel für die Erkenntnisse aus der Analyse und den eigenen Entwurf · Sich adäquate, aussagekräftige Ausdrucksformen in Modell, Zeichnung oder anderem aneignen · Handwerkliche Expressivität und Liebe zum prozesshaften Detail entwickeln · Graphische Standards umdeuten, analoge und digitale Darstellungsformen mischen · Abstraktionsvermögen zur Darstellung des Wesentlichen |
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LV-Nr. des Entwurfs |
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Unterrichts-sprache |
Deutsch |
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Arbeitsweise |
Einzel- und Gruppenarbeit, davon 5 oder mehr Wochen Gruppenarbeit |
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Daten Zwischenkritiken |
Mi. 16.10.24; Di. 19. und Mi. 20.11.24 |
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Datum Schlusskritik |
Di. 17. und Mi. 18.12.24 |
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Einführungs-veranstaltung |
Di. 17.09.24, 10.00h, HIL D15 |
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Zusätzliche Kosten |
CHF 50 (Schätzung, ohne allfällige Kosten für Modellbau und Seminarwoche) |
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Verfügbare Plätze |
26 |
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Plakat des Entwurfs-programmes |
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